Wasser in den Beinen – was tun?

Wasser in den Beinen – was tun?

Die Ursachen für Wasser in den Beinen sind zahlreich. Doch was kann man gegen eine Schwellung in den Beinen tun? Zunächst einmal ist es wichtig, auf die Ernährung zu achten und sich ausreichend zu bewegen. Abgesehen davon sollte man die Beine komprimieren und hochlagern. Da die optimale Behandlungsform allerdings auch von der Ursache der Schwellung abhängig ist, sollte man im besten Fall einen Arzt aufsuchen, um den Auslöser zu klären.

Im Folgenden gehen wir näher auf die verschiedenen Ursachen ein, beantworten die Frage, ab wann eine Beinschwellung gefährlich wird und erklären, wie Sie das Wasser in den Beinen wieder loswerden. Außerdem geben wir ein paar Tipps zur Vorbeugung, erläutern, warum Massagegeräte helfen können und beantworten noch ein paar häufig gestellte Fragen.

Geschwollene Beine Ursachen

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedenste Ursachen für geschwollene Beine. Hierzu zählen ein Mangel an Bewegung, ein Venenleiden, ein Lymphödem, krankhafte Fettpolster sowie ein Herz- oder Nierenleiden. Um eine adäquate Behandlungsmethode zu finden, ist es wichtig, zunächst den Auslöser herauszufinden. Ein Besuch beim Arzt ist also unabdinglich.

Um zu verstehen, wie es im Allgemeinen zu Schwellungen – also Ödemen – kommt, muss man verstehen, wie der Flüssigkeitstransport des Körpers funktioniert. Durch gewisse Druckverhältnisse im Körper werden die Flüssigkeiten in den Bereichen gehalten, an denen sie sein sollen. Das Herz pumpt das Blut durch die Arterien und versorgt so den ganzen Körper mit Sauerstoff und anderen wichtigen Nährstoffen. Durch die Venen fließt das sauerstoffarme Blut dann zurück zum Herzen. Zudem gibt es das sogenannte Lymphsystem, dass die Lymphe und Eiweißstoffe durch den Körper leitet und dann wieder den Venen zuführt, welche diese dann abtransportieren.

Ursache für Ödeme ist meist eine Schwäche oder ein Stau im Venen- oder Lymphsystem. Die Flüssigkeit wird nicht mehr hinreichend abtransportiert, was zu einem Stocken der Flüssigkeit im Gewebe und daher auch zu einer Schwellung führt. Hierbei kann schon langes Stehen oder Sitzen einen solchen Stau verursachen, da das Herz in diesen Positionen nun mal gegen die Schwerkraft arbeiten muss.

Wasser in den Beinen – ab wann gefährlich?

Gefährlich wird es erst, wenn die Schwellung längerfristig anhält. Im Normalfall sollte ein Ödem innerhalb von 24 Stunden von ganz alleine wieder verschwinden. Insbesondere beim Schlafen liegen wir und so verteilt sich die Flüssigkeit auf ganz natürliche Art und Weise wieder im Körper. Bleibt ein Ödem allerdings über mehrere Tage hinweg bestehen, so kann das ein Anzeichen für eine Herz-, Nieren- oder eine andere systemische Erkrankung sein. Ein Besuch beim Arzt, um die Ursache zu klären, ist in diesem Fall unerlässlich. Die Schwellung selbst ist also nicht das gefährliche, sondern vielmehr der Auslöser.

So werden Sie das Wasser los

Es gibt verschiedene Mittel, um eine Schwellung in den Beinen loszuwerden. Da manche dieser Methoden allerdings bei gewissen Krankheitsbildern kontraindiziert sind, sollten Sie vor der Anwendung mit Ihrem Arzt Rücksprache halten.

Eine gute Methode, um die Lymphe wieder in Schwung zu bringen, ist die sogenannte Lymphdrainage. Ein geschulter Therapeut wendet hierbei verschiedene Grifftechniken an, um das Lymphsystem in seiner Arbeit zu unterstützen. So kann die Flüssigkeit wieder ungehindert fließen und die Schwellung geht zurück. Sollten Sie sich genauer über diese Therapieform informieren wollen, lesen Sie gerne unseren Ratgeber zur Lymphdrainage.

Eine weitere Möglichkeit, die einem vermutlich zunächst komisch vorkommt, ist es, dem Körper mehr Flüssigkeit zuzuführen. Hierdurch signalisiert man dem Körper, dass genügend Flüssigkeit zur Verfügung steht. Damit beginnt dieser dann wieder den Flüssigkeitsaustausch zu erhöhen, was wiederum die Schwellung verringern kann.

Ein besonders wichtiger Faktor ist es, sich mehr zu bewegen. Hierbei kann von Wandern und Radfahren über Walken und Joggen bis hin zu einem simplen Spaziergang alles hilfreich sein, um die Lymphe wieder in Bewegung zu bringen. Die Wadenmuskulatur wird aktiviert und die venöse Durchblutung gefördert. Selbst ein kurzer Gang zum Kopierer oder das Nutzen der Treppen anstatt des Fahrstuhls lohnen sich.

Wer den Lymphfluss und die Durchblutung zusätzlich anregen möchte, kann auf eine simple Methode beim Duschen zurückgreifen. Man duscht die Beine einfach im Wechsel kalt und warm ab. Dadurch verengen und öffnen sich alle Gefäße in den Beinen immer wieder, was zu einem besseren Fließen der Lymphe und des Blutes führt.

Aber auch die richtige Ernährung spielt eine Rolle. Ein hoher Salz-, Koffein-, Nikotin- oder Alkoholkonsum ist eine häufige Ursache für Wasser in den Beinen, da diese Stoffe den Stoffwechsel beeinflussen. Wir raten, auf diese Dinge zu verzichten oder zumindest die Menge zu reduzieren.

Geschwollene Beine – Vorbeugung

Zur Vorbeugung gibt es verschiedene Mittel. Zunächst ist es von Vorteil, generell weniger Salz, Koffein, Nikotin und Alkohol zu konsumieren. All diese Stoffe wirken, wie bereits erwähnt, auf das Stoffwechselsystem ein und können dieses stören.

Um geschwollenen Beinen vorzubeugen, sollte man zudem auf das eigene Gewicht achten. Übergewicht führt häufig auch zu Ödemen, da besonders bei einer fett- und kalorienreichen Ernährung der Lymphfluss stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Wer also Schwellungen vermeiden möchte, sollte seinen Ernährungsplan Schritt für Schritt anpassen und auf eine ausgewogene Ernährung achten. Nur so lässt sich das Gewicht langsam reduzieren und die Ursachen für Wasser in den Beinen schon im Keim ersticken.

Ein Faktor, der nicht nur für die Gewichtsabnahme, sondern auch für das Verhindern von Schwellungsbildung eine entscheidende Rolle spielt, ist die Bewegung. Sportgruppen können eine große Hilfe sein, um Bewegung in seinen Alltag zu integrieren. Wer sowieso lange stehen muss, sollte darauf achten, häufig die Haltung zu wechseln. Selbiges gilt für Menschen, die viel sitzen müssen.

Wer zu Wasseransammlungen in den Beinen neigt, kann zudem darauf achten, die Beine stets durch beispielsweise Kompressionsstrümpfe zu komprimieren. Außerdem kann es hilfreich sein, die Beine bei Gelegenheit hoch zu lagern, damit das Kreislaufsystem nicht ständig gegen die Schwerkraft arbeiten muss.

Massagegeräte helfen

Neben all den beschriebenen Mitteln zur Vorbeugung und Behandlung von Wasser in den Beinen gibt es noch die Möglichkeit, den Blut- und Lymphfluss durch spezielle Massagegeräte anzuregen. Das Fußmassagegerät für Wade und Fuß beispielsweise sorgt durch Luftdruck-, Vibration und Knetmassage für eine bessere Durchblutung in den Beinen. Es kann nicht nur bereits bestehende Schwellungen verringern, sondern – bei regelmäßiger Anwendung – auch Ödeme vorbeugen.

Ein großer Vorteil, den Massagegeräte bieten, ist die einfache Anwendung, die selbst von zu Hause aus erfolgen kann. Man spart sich hierbei nicht nur Zeit, sondern auf lange Sicht gesehen sogar Geld. Denn bei regelmäßigen Massagen von einem Spezialisten entstehen laufende Kosten, wobei das Massagegerät lediglich einmalig angeschafft werden muss, wonach keine Ausgaben mehr getätigt werden müssen.

Häufig gestellte Fragen

Wie bekomme ich das Wasser aus den Beinen?

Es gibt verschiedene Wege, um das Wasser aus den Beinen zu bekommen. Da allerdings zunächst die Ursache geklärt sein sollte, empfehlen wir, einen Arzt aufzusuchen. Danach kann man mit Methoden wie der Lymphdrainage, einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr, Bewegung, wechselndem kaltem und warmem Abduschen der Beine und einer ausgewogenen Ernährung die Schwellung in den Beinen reduzieren. Allgemein ist es in jedem Fall ratsam, auf Salz, Koffein, Nikotin und Alkohol zu verzichten und diese durch kaliumhaltige Lebensmittel zu ersetzen.

Wie schlimm ist Wasser in den Beinen?

Meist geht eine Schwellung in den Beinen von ganz alleine wieder zurück. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist die Ursache des Wassers in den Beinen vermutlich gefährlicher. In diesem Fall sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Was entwässert Beine?

Kaliumhaltige Lebensmittel helfen beim Entwässern. Hierzu zählen besonders Kartoffeln, Reis, Fenchel, Kopfsalat, Gurken, Melonen, Ananas, Erdbeeren, Artischocken, Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Avocados und Spargel. Aber auch Aufgüsse aus Brennnessel, Birkenblättern, Wacholder, Löwenzahn oder Pfefferminze helfen dem Körper beim Entwässern.

Wie kann man sich schnell entwässern?

Für schnelle Erfolge sind drastische Maßnahmen notwendig. Eine strikte Umstellung der Ernährung auf kaliumhaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Reis, Fenchel, Kopfsalat, Gurken, Melonen, Ananas, Erdbeeren, Artischocken, Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Avocados und Spargel ist notwendig. Zudem sollte man viel Flüssigkeit in Form von Tees aus Brennnessel, Birkenblättern, Wacholder, Löwenzahn oder Pfefferminze zu sich nehmen. Abgesehen davon ist ein Verzicht auf Salz, Koffein, Nikotin und Alkohol unabdingbar.