Entschlackungskur

Entschlackungskur – Warum sich detoxen lohnt

Eine gute und ausgewogene Ernährung ist ein großer Faktor, um gesund zu bleiben. Doch auch wenn man gesund ist, heißt das noch lange nicht, dass man sich auch vollkommen wohlfühlt. Oft liegt dies an den sogenannten Schlacken, die sich noch im Körper befinden. Diese loszuwerden ist ohne die richtigen Maßnahmen beinahe unmöglich. Aus diesem Grund entscheiden sich heutzutage immer mehr Leute, eine Entschlackungskur zu machen. Doch was sind Schlacke überhaupt? Im Folgenden beantworten wir nicht nur diese Frage, sondern gehen auch darauf ein, woran man erkennt, dass sich zu viele Schlacke im Körper befinden. Zudem geben wir ein paar Tipps und Tricks preis, wie man am besten entschlackt. Mit unserem Plan zur Entschlackung sind Sie bestens aufgestellt. Abschließend klären wir noch, was man unterstützend zur Entschlackungskur tun kann, gehen speziell auf die Möglichkeit der Massagen ein, erklären, wie man Schlacken vorbeugen kann und beantworten nach unserem Fazit noch ein paar häufig gestellte Fragen.

Entschlackung – Was sind eigentlich Schlacke?

Schlacke sind eigentlich nichts anderes als stickstoffhaltige Endprodukte aus dem Stoffwechsel der Zellen. Das bedeutet, dass sie ganz natürlich entstehen, wenn man zum Beispiel fett- oder eiweißhaltige Nahrung zu sich nimmt. Das Problem ist nur, dass diese Endprodukte nicht durch den Blutkreislauf abtransportiert werden können, da sie zu groß hierfür sind. Aus diesem Grund muss der Körper sie durch das Lymphsystem über die Niere in den Harn leiten, damit sie dann ausgeschieden werden können. Dieses Lymphsystem gilt es mit der Entschlackungskur in seiner Arbeit zu unterstützen, da es keine eigene Pumpe – wie beim Blutkreislauf das Herz – besitzt.

Durch zu viele Schlacke im Körper können neben einem generellen Gefühl von krank sein auch mehrere schwerwiegende Krankheiten entstehen. Hierzu zählen Neurodermitis, Rheuma und Gicht. Um diesen Krankheiten vorzubeugen, lohnt es sich in regelmäßigen Abständen mit den richtigen Methoden zu entschlacken.

Diese Idee ist nicht neu. Schon in der 5.000 Jahre alten ayurvedischen Ernährungslehre werden gewisse Entschlackungsdiäten beschrieben und auch die traditionelle chinesische Medizin kennt Methoden zur Entschlackung und empfiehlt diese. Dennoch gibt es dank moderner Forschung neue Erkenntnisse zum Thema, sodass man nun genau weiß, worauf es ankommt und wie man das Ganze am besten angeht.

Sollte ich entschlacken?

Doch woran erkenne ich, dass ich zu viele Schlacke in meinem Körper habe? Es gibt zahlreiche Symptome, die darauf hinweisen, dass zu viele Stoffwechselendprodukte im Körper sind. Neben Verdauungsproblemen und häufigen Magenschmerzen können auch Kopfschmerzen oder Müdigkeit ein Anzeichen hierfür sein. Aber auch Konzentrationsschwäche, schlechter Schlaf und ein Hang zu Erkältungen zählen hierzu. Sollten mehrere dieser Symptome auftreten und nicht mit einer anderen Erkrankung in Verbindung gebracht werden können, so kann dies ein Hinweis auf zu viele Schlacke im System sein. In diesem Fall kann die richtige Diät in Kombination mit den passenden unterstützenden Maßnahmen Wunder bewirken. Es kann sehr lohnend sein, eine Entschlackungskur auszuprobieren. Im schlimmsten Fall haben Sie sich einfach eine Zeit lang gesünder ernährt als sonst.

Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass diese Form der Diät vergleichsweise günstig ist, da man auf fett- und eiweißhaltige Produkte – wie zum Beispiel Fleisch – verzichtet. Dieses wird dann durch Gemüse, Obst und Vollkornprodukte ersetzt. Das kommt nicht nur Ihnen, sondern auch der Umwelt zugute.

Eine Ernährungsumstellung ist allerdings mit Aufwand verbunden. Man muss diszipliniert genug sein und auf alles, was nicht in die Diät passt, verzichten. Das kann für den einen leichter sein als für den anderen.

Entschlacken – So funktioniert´s

Sie haben nun schon einiges über Schlacke erfahren und wie Sie erkennen können, dass eine Entschlackungskur etwas für Sie ist. Doch wie funktioniert das Ganze? Beim Entschlacken stellt man die Ernährung so um, dass der Körper in seinem Reinigungsprozess unterstützt wird. Man nimmt also ausschließlich Lebensmittel zu sich, die dem System erstens keine neuen Schlacke zuführen und zweitens das Lymphsystem in seiner Funktion Giftstoffe auszuschleusen unterstützen.

Um das ganze zu konkretisieren: Sie sollten bei Ihrer Kur auf alkoholische Getränke, Kaffee und schwarzen Tee verzichten. Meiden Sie außerdem Brot oder Nudeln aus weißem Mehl sowie Süßigkeiten und zuckerhaltige Lebensmittel. Zudem ist es essentiell Fleisch und tierisches Eiweiß zu meiden. Hierzu zählen auch Käse, Eier und Milchprodukte.

Stellen Sie stattdessen auf folgende Lebensmittel um: Essen Sie viel saisonales Obst und Gemüse. Ernähren Sie sich von Vollkornprodukten, anstatt auf Produkte aus weißem Mehl zurückzugreifen. Vollkornreis, Vollkornnudeln, Bulgur und andere Produkte aus Vollkorn Getreideschrot sind eine gute Alternative. Zum Trinken empfehlen wir stilles Wasser und Kräutertee.

Sie sollten darauf achten, Ihr Gemüse schonend mit Dampf zuzubereiten. Dadurch bleiben mehr Vitamine enthalten. Die Pflanzenfasern im Gemüse regen Ihren Darm an und sorgen so für ein besseres Ausschleusen der Giftstoffe. Außerdem empfehlen wir gegen Abend keinen Salat mehr zu essen, da dieser schwer verdaulich ist. Eine Gemüsesuppe zum Abendessen ist eine gute Alternative. Was besonders beim Abbau von Giftstoffen unterstützt, sind Bitterstoffe. Diese sind beispielsweise in Chicorée oder Löwenzahn enthalten. Dünsten Sie den Löwenzahn oder bereiten Sie ein Pesto daraus zu.

Wir empfehlen, mindestens einen Liter Kräutertee am Tag zu trinken, da dieser die Leber und die Niere in ihrer Arbeit unterstützt. Die darin enthaltenen Kräuter (Brennnessel, Petersilie, Schachtelhalm oder Goldrute) helfen der Niere, die Schlacke über den Harnweg besser auszuschwemmen. Für die Leber sind besonders Teemischungen aus Löwenzahn und Mariendistel geeignet.

Entschlackungskur Plan

Eine Entschlackungskur dauert optimalerweise acht Wochen. Erst nach dieser Zeit sind wirklich alle Giftstoffe aus dem Körper ausgeschleust. Diese acht Wochen unterteilt man in zwei Phasen. Zunächst beginnt man mit drei bis fünf Tagen, in denen man fast ausschließlich Flüssigkeit zu sich nimmt. Dies hilft dem Körper Giftstoffe zu lösen und regt besonders die Produktivität der Nieren an. Sie sollten in diesen ersten Tagen besonders Zitronensaft, Kräutertees und Wasser trinken. Ein Apfel-Petersilien-Smoothie für zwischendurch reguliert das Hungergefühl und ist zudem gut für Leber und Nieren. Auch Brühe kann ein gutes Mittel sein, um dem Körper wichtige Nährstoffe zuzuführen und gleichzeitig das Lösen der Giftstoffe fördern.

Nach dieser ersten Phase folgt dann das Ausschleusen der Schlacke. Hierzu isst man ballaststoffhaltige Lebensmittel, wie zum Beispiel Gemüse und Vollkornprodukte. Diese regen dann die Darmaktivität an und was nicht über den Harn ausgeschleust wird, kann dann über den Stuhl aus dem Körper gelangen. Wichtig ist es während dieser Zeit trotzdem viel zu trinken, damit Niere und Leber in ihrer Aktivität unterstützt werden. Somit gewährleistet man ein optimales Ergebnis und sorgt dafür, dass möglichst viele Schlacke aus dem Körper gelangen.

Den Körper entschlacken – Was kann man unterstützend tun?

Neben der Ernährung gibt es noch weitere Dinge, die der Entschlackung des Körpers zuträglich sind. Hierzu zählen Bäder, Saunagänge, Sport, Entspannungsübungen und Massagen. Entspannungsbäder regen den Stoffwechsel an und helfen dem Körper somit, Giftstoffe auszuschleusen. Außerdem reinigen Sie die Poren der Haut, über die auch Schlacke aus dem Körper gelangen. Saunagänge sind eben deshalb effektiv, da Sie den Körper dazu bringen zu schwitzen. Somit gelangen zusätzliche Giftstoffe über die Poren in der Haut aus dem Körper. Sport hat eine ähnliche Wirkung wie Saunagänge, wobei dieser noch zusätzlich den Kreislauf in Schwung bringt. Dies fördert auch den Entgiftungsprozess. Bei Entspannungsübungen ist die Zuträglichkeit etwas schwieriger zu erklären. Im Grunde helfen Sie, da sie dafür sorgen, dass man weniger gestresst ist. Denn Stress sorgt dafür, dass gewisse Körperfunktionen nicht mehr so gut ablaufen können. Somit behindern Sie natürlich auch den Stoffwechsel und daher das Ausschleusen der Schlacke durch die Nieren, Leber und Darmfunktion.

Massagen haben eine doppelte Wirkung auf das Entschlacken und werden daher von uns besonders empfohlen. Zunächst einmal tragen Sie zur Entspannung bei, was wiederum die Behinderung der Entschlackung durch Stress verhindert. Zudem bringt die Massage den Stoffwechsel zusätzlich in Schwung, was die Entgiftung wiederum fördert.

Massagen – Die Perfekte Ergänzung zum Entschlacken

Wie bereits erwähnt, sind Massagen für eine Entschlackungskur und deren Effekt besonders zuträglich. Dies liegt an ihrer entspannenden und stoffwechselanregenden Wirkung. Es gibt zahlreiche verschiedene Massagearten und es kann schwer sein, sich für eine zu entscheiden. Besonders gut für den Stoffwechsel ist die sogenannte Garshan Massage. Diese ist daher auch zum Entschlacken besonders geeignet. Aber auch die Shiatsu Massage und andere Massagen regen generell den Stoffwechsel an und sind daher der Entgiftung zuträglich.

Ein Nachteil bei Massagen ist, dass diese recht kostspielig sind. Sollte Ihnen das nötige Budget fehlen, raten wir Ihnen, sich ein Massagegerät zuzulegen. Der Vorteil hierbei ist, dass Sie es lediglich einmal anschaffen müssen und dann keine laufenden Kosten für regelmäßige Sitzungen entstehen. Ein weiterer Benefit hierbei ist die Zeitersparnis, die sich ergibt, da Sie nicht jedes Mal zum Massagesalon fahren müssen und die Massage einfach und unkompliziert zu Hause durchführen können. Die Wirkung bleibt hierbei dieselbe. Ihr Stoffwechsel kommt in Schwung und sie entspannen sich, was Stress vermeidet und somit das Entschlacken auf doppelte Weise fördert.

So kann man Schlacken vorbeugen

Um nicht so häufig entgiften zu müssen, ist es von Bedeutung, wie man dem Entstehen von Schlacken vorbeugen kann. Hierbei gibt es mehrere Dinge, die sie tun können.

Zunächst hat es eine hohe Relevanz, dass sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Ein erwachsener Mensch sollte am Tag zwischen zwei und drei Litern Flüssigkeit trinken. Hierbei ist es auch wichtig, was Sie trinken. Versuchen Sie so gut wie möglich auf Kaffee, Alkohol und schwarzen Tee zu verzichten. Trinken Sie stattdessen Kräutertee, Zitronensaft und stilles Wasser.

Auch auf eine gute Ernährung kommt es an. Vermeiden Sie generell Nahrungsmittel, die viel tierisches Eiweiß enthalten. Hierzu zählen Fleisch, Milchprodukte, Eier und Käse. Ersetzen Sie diese durch pflanzliche Eiweiße, die besonders in Hülsenfrüchten enthalten sind. Meiden Sie außerdem Süßigkeiten und zuckerhaltige Lebensmittel. Kochen Sie lieber frisch, anstatt sich von Fertigprodukten zu ernähren. Und verzichten Sie auf Brot und Nudeln aus weißem Mehl.

Treiben Sie Sport, denn dieser regt nicht nur Ihren Stoffwechsel an, sondern bringt Sie auch zum Schwitzen, was dazu führt, dass regelmäßig Schlacke aus dem Körper gelangen können. Und greifen Sie auf unterstützende Maßnahmen wie Bäder, Saunagänge, Entspannungsübungen und Massagen zurück.

Fazit – Lohnt sich das Entschlacken?

Abschließend ist zu sagen, dass eine Entschlackungskur für jeden geeignet ist, der sich nicht ganz wohl in seiner Haut fühlt und bei dem dieses Unwohlsein nicht auf eine Erkrankung zurückzuführen ist. Die Giftstoffe, die sich über Jahre hinweg im Körper ansammeln, können eine ganze Reihe von Beschwerden hervorrufen. Verdauungsprobleme, häufigen Magenschmerzen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit, aber auch Konzentrationsschwäche, schlechter Schlaf und ein Hang zu Erkältungen können ein Anzeichen für zu viele Schlacke im Körper sein. Mit einer Entschlackungskur unterstützen Sie den Körper dabei auf ganz natürliche Art und Weise diese Giftstoffe auszuschleusen. Hierzu stellen Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten um und trinken andere Dinge und vor allem mehr als zuvor. Dadurch verändert sich der Stoffwechsel des Körpers, Niere, Leber und Darm fangen an, reibungslos zusammenzuarbeiten und so werden nach und nach alle überschüssigen Giftstoffe über den Harn, Stuhl oder die Poren in der Haut ausgeschieden. Um den Prozess der Entschlackung noch zu beschleunigen, können Sie außerdem Maßnahmen wie Bäder, Saunagänge, Entspannungsübungen und Massagen ergreifen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Entschlackungskuren gibt es?

Es gibt zahlreiche Entschlackungskuren, wie beispielsweise das Basen- oder Intervallfasten. Alle haben jedoch gemeinsam, dass man versucht, den Stoffwechsel anzuregen und die Nieren- und Leberfunktion zu stärken, um den natürlichen Entgiftungsprozess des Körpers zu fördern. Nur so können die in ihm liegenden Schlacke aus dem Körper gelangen.

Welche Lebensmittel entschlacken am besten?

Neben dem, was man isst, kommt es auch darauf an, was man an Flüssigkeiten zu sich nimmt. Es ist zum einen ratsam viel zu trinken und zum anderen, auf Getränke wie Wasser, Kräutertee und Zitronensaft umzusteigen. Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee und alkoholische Getränke sollte man hingegen vermeiden. Beim Essen sollte man auf eine ballaststoffhaltige, gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Am besten entschlacken hierbei saisonales Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte.

Was hilft am besten beim Entschlacken?

Beim Entschlacken helfen am besten die richtige Ernährung und eine hohe Zufuhr von den richtigen Flüssigkeiten. Hierzu zählen Wasser, Kräutertee, Zitronensaft, Vollkornprodukte und saisonales Obst und Gemüse. Zudem förderlich sind unterstützende Maßnahmen wie Bäder, Saunagänge, Sport, Entspannungsübungen und Massagen.

Welcher Tee ist gut zum Entschlacken?

Zum Entschlacken empfiehlt sich besonders Kräutertee. Hierbei gibt es verschiedene Tees, die zudem jeweils weitere positive Effekte haben. Für die Leber sind zum Beispiel Löwenzahn und Mariendistel förderlich. Durch Brennnessel, Petersilie, Schachtelhalm oder Goldrute wird die Niere gestärkt, was diese beim Ausschwemmen der Giftstoffe unterstützt.